Schwaller-Team erstmals Nummer 1 der Welt
von belmedia Redaktion -schweizweit Allgemein Europa Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Verbreitung
Das Schweizer Männer-Curling erreicht einen historischen Meilenstein: Das Team um Skip Yannick Schwaller steht erstmals an der Spitze der Weltrangliste. Noch nie zuvor hatte eine Schweizer Männer-Equipe Platz 1 im internationalen Ranking erreicht. Die Formation des CC Genf verdrängt das schottische Team um Bruce Mouat von der Spitze.
Neben Schwaller gehören Benoît Schwarz-van Berkel, Sven Michel und Pablo Lachat-Couchepin zum erfolgreichen Quartett. Die Schweizer haben sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt in der absoluten Weltspitze etabliert und ihren Aufstieg mit einem starken Start in die neue Saison zusätzlich untermauert. Im August gewannen sie zunächst die Baden Masters und unmittelbar danach auch die Euro Super Series im schottischen Stirling.
Die neue Nummer 1 unterstreicht die derzeitige Stärke des Schweizer Curlings. Während Schwaller und seine Teamkollegen bei den Männern Geschichte schreiben, hat mit Silvana Tirinzoni eine der erfolgreichsten Schweizer Curlerinnen nach ihrem Rücktritt eine neue Aufgabe als Nationaltrainerin in Südkorea übernommen. An der internationalen Spitze bleibt die Schweiz damit auf verschiedenen Ebenen stark vertreten.
Schwaller verdrängt Mouat von der Spitze
Besonders bemerkenswert ist, wen die Schweizer an der Spitze ablösen. Das schottische Team um Bruce Mouat hatte die Weltrangliste während fast zwei Jahren ohne Unterbruch angeführt und gehört seit Jahren zu den konstantesten Formationen der Welt.
Für Schwaller und seine Teamkollegen ist der Sprung auf Rang 1 deshalb mehr als nur eine Momentaufnahme. Die Schweizer haben sich ihre Position mit starken Resultaten über mehrere Saisons hinweg erarbeitet.
Schwaller spielt als Skip auf der dritten Position, während Schwarz-van Berkel die letzten Steine übernimmt. Michel spielt auf Position zwei, Lachat-Couchepin eröffnet die Ends als Lead. Diese Rollenverteilung gehört inzwischen zu den eingespieltesten Konstellationen im internationalen Männer-Curling.
Olympia-Bronze als nächster grosser Schritt
Einen der wichtigsten Erfolge feierte das Quartett im Februar 2026 bei den Olympischen Winterspielen in Cortina. Dort gewann die Schweiz Bronze und bestätigte damit ihre Zugehörigkeit zur absoluten Weltspitze.
Bereits zuvor hatte das Team zahlreiche internationale Medaillen gesammelt. Bei der Weltmeisterschaft 2025 erreichte die Schweiz den Final und gewann Silber hinter Schottland. Zwei Jahre zuvor hatte die Formation bereits WM-Bronze geholt.
Auch bei Europameisterschaften ist die Bilanz stark. Silber gab es 2022 und 2025, dazu kam Bronze im Jahr 2023. Die Weltranglistenführung ist damit das Resultat einer Entwicklung, die sich über mehrere Jahre aufgebaut hat.
Zwei Turniersiege zum Saisonstart
Dass Schwaller und sein Team nach Olympia nicht nachgelassen haben, zeigen die ersten Auftritte der neuen Saison. Bei den Baden Masters setzte sich die Schweizer Formation im Final deutlich mit 8:3 gegen das italienische Team um Joel Retornaz durch.
Eine Woche später folgte bereits der nächste Turniersieg. Bei der Euro Super Series in Stirling gewann Team Schwaller ebenfalls den Titel und machte damit den perfekten Saisonstart komplett.
Die beiden Erfolge lieferten wertvolle Weltranglistenpunkte und ermöglichten schliesslich den Sprung an die Spitze. Damit geht das Schweizer Quartett erstmals als Nummer 1 der Welt in die kommenden internationalen Turniere.
- Vom 8. bis 11. Oktober steht der Nufloors Penticton Curling Classic in Kanada im Saisonplan.
- Vom 13. bis 18. Oktober folgt der Grand Slam Invitational im kanadischen Victoria.
- Die Schweizer Meisterschaft ist vom 14. bis 21. Februar 2027 in Arlesheim vorgesehen.
- Die Männer-WM 2027 findet vom 26. März bis 4. April im kanadischen Saint John statt.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert